Structure from Motion:

In den letzten Jahren entwickelte sich die Archäologie etwas anders, als man vielleicht erwartet hat. Der klassische Ausgräber ist nach wie vor eines der wichtigsten Elemente auf einer Grabung, aber auch hochmoderne Methoden kommen für die Dokumentation zum Einsatz. So auch Structure from Motion, kurz SFM. Wer die klassische Photogrammetrie (wikipedia.de) kennt, weiß auch um die Grenzen des technisch Möglichen. Liegt ein archäologischer Befund nicht „flach“ auf einer Ebene, so ist eine korrekte Entzerrung mit der klassischen Methode nicht mehr möglich. Structure from Motion löst dieses Problem. Unser Archäologe nimmt mehrere Fotos von allen Seiten des Befundes auf und schickt diese in unsere Zentrale. Auf einer leistungsstarken Workstation wird nun mit Hilfe einer speziellen Software aus diesen Fotos ein 3-D-Modell berechnet. Diese Art der Dokumentation ermöglicht eine detailgenaue, maßstäbliche und georeferenzierte Darstellung. Früher wurden solche Objekte aufwändig von Hand gezeichnet. Durch die weitgehend automatisierte Berechnung dieses 3-D-Modells spart man viel Arbeitszeit und damit Geld.

interaktives Modell:

Laserscanner

Mit unserem modernen Laserscanner können in kurzer Zeit, fotorealistische 3D-Modelle kleinster und sehr detailreicher Fundobjekte erstellt werden. Die exakte Erfassung der Geometrie eines Fundstücks wird durch die Einzelmessgenauigkeit des Laserscanners im Sub-Millimeter-Bereich ermöglicht. Da der Laserscanner mobil ist, wird er auch für die rasche und einwandfreie Dokumentation besonders großer und schwerer Fundgegenstände, wie Grabplatten o.ä. verwendet. Im Gegensatz zur händischen Zeichnung, können somit rasch und kostengünstig, detailgetreue 3D-Aufnahmen einer Vielzahl von Objekten erstellt werden. Neben herkömmlichen Fundtafeln mit Profilschnitten und Durchmesser, können komplex belichtete Schattierungen und fotorealistische Modelle, bis hin zu 3D-Videosequenzen der Objekte für den Endbenutzer erstellt werden.