Die Kosten für archäologische Ausgrabungen können sehr unterschiedlich sein und hängen hauptsächlich von der jeweiligen Befundsituation ab. So sind etwa bei Stadtkerngrabungen die Kosten pro m² zu ergrabender Fläche in der Regel höher als bei Freilandgrabungen, da sich in den heutigen Stadtzentren durch eine bis zu 2000 Jahre dauernde Besiedlung regelhaft mehrere Meter mächtige Schichtpakete gebildet haben, deren exakte stratigraphische Freilegung sehr aufwändig ist. Auch die Art der Befunde hat auf die Dauer der Grabung und vor allem die anfallenden Kosten Auswirkungen; so ist etwa die Freilegung von Gräbern langwieriger als das Ausgraben von einfachen Siedlungsgruben.

Eine genauere Abschätzung der voraussichtlichen Grabungsdauer und der damit verbundenen Kosten kann erst nach dem (in der Regel vorsichtig maschinell durchgeführten und durch ein bis zwei Archäologen beaufsichtigten) Abhub des Oberbodens bzw. der Humusauflage erfolgen. Erst dann wird nämlich klar, um welche Art von Befunden es sich handelt (etwa Gräberfeld oder Siedlungsreste), wie die Befunddichte ist und ob mächtige, durchgehende Schichtabfolgen vorliegen. Ohne den vorher erfolgten Abhub des Oberbodens lassen sich also die Gesamtkosten einer Grabung nur sehr schwer abschätzen und es sollten in diesem Fall nur Regiepreise vereinbart werden. In vielen Fällen erweist sich daher eine zweistufige Ausschreibung bzw. Vergabe des Auftrags als sinnvoll.

Bei den Grabungskosten ist noch zu berücksichtigen, dass die Aufbereitung der Grabungsdokumentation gemäß den Richtlinien des Bundesdenkmalamtes mit einberechnet werden muss. Bei Grabungen, bei denen kein enormer Zeitdruck herrscht, kann dies größtenteils bereits parallel zu den Grabungsarbeiten im Gelände erfolgen. Wenn ein entsprechender Zeitdruck gegeben ist, können diese Arbeiten auch nach Beendigung der Geländearbeiten erfolgen und die Bauarbeiten können entsprechend früher beginnen.

  • Abrechnungen werden gegliedert in:
  • Stundenaufteilung der Mitarbeiter
  • Plan und Berichtserstellung
  • Bagger
  • Baustelleneinrichtung / Kontainer

Die bei einer archäologischen Grabung anfallenden Kosten sollten transparent dargestellt werden. Daher erhalten Sie von uns eine genaue Aufschlüsselung der Kosten, sowohl für Personal als auch für etwaigen Sachaufwand.

Wenn es für Ihre Planungen nützlich ist, können Sie laufende Aufstellungen über die für Ihre Grabung geleisteten Arbeitsstunden bekommen.

Speziell bei Großprojekten kann es nützlich sein, wenn Sie von der Grabungsfirma regelmäßige (z. B. wöchentliche) Berichte über die verrichteten Tätigkeiten bzw. über den Arbeitsfortschritt erhalten.