Structure from Motion:

Diese Berechnungsmethode erstellt 3D-Modelle aus digitalen Fotos, wobei es für die Methode an sich unerheblich ist, ob die fotografischen Grundlagen mittels Digitalkamera vor Ort oder nachdigitalisierte analoge Fotografien vorliegen. Das Objekt wird aus unterschiedlichen Blickwinkeln fotografiert und mittels eines Bündels an unterschiedlichen mathematischen Algorithmen eine dreidimensionale Punktwolke aus mehreren Millionen Einzel-3D-Punkten ermittelt. Aus dieser Punktwolke lassen sich weitere Darstellungs- und Visualisierungsmodelle wie etwa Modelle mit fotorealistischer Oberfläche ableiten. Das ergibt eine exakte, dreidimensionale Vermessung des Objekts. Siehe hierzu auch SFM in der Wikipedia (Englisch)

Wesentliche Kriterien für die Methode sind eine ausreichende Anzahl von Abbildungen aus unterschiedlichen Standpunkten, möglichst gleiche Belichtungsverhältnisse der einzelnen Bilder und die Ausschaltung von „Fremdobjekten“ im Vorder- oder Hintergrund.

Die Grundlage für diese Art der Vermessung sind Digitalfotos, die das gewünschte Objekt aus unterschiedlichen Blickwinkeln zeigen. Je nach Strukturierung der Oberfläche und Beschaffenheit des Objekts (Fundobjekt oder Befundsituation) ist eine unterschiedliche Anzahl an Fotos erforderlich. Meist lassen sich mit 15 bis 50 Einzelfotografien komplexe Objekte exakt vermessen. Auf den Fotos sollten auch „Passpunkte“ sichtbar sein, um eine anschließende Georeferenzierung durchführen zu können.

Wir verwenden die Software „Agisoft Photoscan“, die in diesem Bereich durchaus als Referenz gesehen werden kann. Diese Software untersucht sich überlappende Bildbereiche auf Gemeinsamkeiten und erstellt Punkte, die auf mehreren Fotos sichtbar sind. Die „Bewegung“ dieser Punkte in den überlappenden Bildbereichen wird genutzt, um die dreidimensionale Geometrie der fotografierten Szene zu bestimmen. Die Punkte werden anschließend zu einem 3D-Modell gerechnet und mit der Textur versehen. Dieser Rechenvorgang benötigt eine besonders Leistungsstarke Workstation.

Laserscanner

Mit unserem modernen Laserscanner können in kurzer Zeit, fotorealistische 3D-Modelle kleinster und sehr detailreicher Fundobjekte erstellt werden. Die exakte Erfassung der Geometrie eines Fundstücks wird durch die Einzelmessgenauigkeit des Laserscanners im Sub-Millimeter-Bereich ermöglicht. Da der Laserscanner mobil ist, wird er auch für die rasche und einwandfreie Dokumentation besonders großer und schwerer Fundgegenstände, wie Grabplatten o.ä. verwendet. Im Gegensatz zur händischen Zeichnung, können somit rasch und kostengünstig, detailgetreue 3D-Aufnahmen einer Vielzahl von Objekten erstellt werden. Neben herkömmlichen Fundtafeln mit Profilschnitten und Durchmesser, können komplex belichtete Schattierungen und fotorealistische Modelle, bis hin zu 3D-Videosequenzen der Objekte für den Endbenutzer erstellt werden.