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aktuelles zur Grabung

Auf eine Ziegelmauer aus dem 17. Jahrhundert sind am Dienstag (26.07.2016) die Grabungsarbeiten auf dem Heldenplatz gestoßen. Laut dem Archäologen Roman Igl handelt es sich dabei um die äußere Grabenmauer, die der seinerzeitigen Bastion vorgelagert war und einen ersten Schutzwall darstellte.

Während der auf drei Jahre anberaumten Sanierung des Parlamentsgebäudes werden Nationalrat und Bundesrat in die Hofburg übersiedeln, zudem werden drei Büro- und Sitzungshäuser – zwei auf dem Heldenplatz, einer im Bibliothekshof – errichtet. Mit dem Bau der temporären Pavillons wird im September begonnen, im Frühjahr 2017 sollen die Gebäude fertig sein.

Derzeit erfolgt auf dem Heldenplatz der Erdaushub für die Fundamente, der vom Archäologen Igl von der Firma Ardig im Auftrag des Parlaments überwacht wird. Er ordnet die Errichtung des etwa zehn Meter langen, schräg stehenden Mauerwerkes vor 1660 ein. In diesem Jahr wurde die Stadtbefestigung fertiggestellt. Die historische Einordnung sei aufgrund der speziellen Ziegelgrößen möglich, die sich im Laufe der Zeit immer wieder geändert hätten, erklärt Igl. Die massive Setzung der Mauer sei auf einen instabilen Untergrund zurückzuführen. Das gesamte Gelände war damals eine Senke, durch die der Ottakringer Bach verlief.

1809 wurde die Bastion gesprengt und in der Folge in Etappen die Stadtbefestigung abgetragen. Das Areal wurde mit lehmig-schottrigem Material aufgeschüttet, welches derzeit Schicht für Schicht abgetragen wird.

Besagte Mauer wird komplett freigelegt, gereinigt, vermessen und fotografisch dokumentiert. Über das weitere Vorgehen hat dann das Bundesdenkmalamt zu entscheiden.

Da auf dem Heldenplatz mit archäologischen Entdeckungen zu rechnen war und um einen pünktlichen Baustart der Pavillons zu gewährleisten, wurden die Grabungsarbeiten frühzeitig in Angriff genommen. „Der Mauerfund hat daher keine Auswirkung auf den Gesamtterminplan für die Übersiedelung in die Interimslokation und die Sanierung des Parlamentsgebäudes“, sagt Parlamentsvizedirektor und Projektleiter Alexis Wintoniak. (Schluss)

Rückfragen: Gerhard Marschall Tel. 01/40110-2277, Mobil 0676/89002277

Berichte in Medien:

Wer gräbt da eigentlich?

Nun, die Firma Archäologischer Dienst GesmbH, kurz Ardig, zählt zu den Profis - mit über 15 Jahren Erfahrung in der Archäologie sind wir alte Hasen im Geschäft. Sie finden hier, auf dieser Webpräsenz, viele Infos über unsere Geschäftsbereiche. Hier, auf dieser Grabung ist unser Archäologe Mag. Roman Igl zuständig.

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